Kapitel 4.0 Geduldsprobe

Geduldsprobe

Mein Problem ist mit Sicherheit die Geduld. Wenn man ein Gesundheitliches Problem hat wird operiert, oder du bekommst eine Spritze oder Tabletten und in einer Woche ist alles wieder gut. So ca. stelle ich mir das vor. So war es auch, bis jetzt. Nur dieses Mal war alles anders.

Bei einem Ausführlichen Arzt Gespräch erklärte mir meine Internistin, dass wir leider nur abwarten können ob die Tabletten wirken und das sehen wir beim nächsten MRT.  

Ich darf meine Tabletten nehmen und darf jeden Tag meine Spaziergänge machen. Das wars.

In dieser Zeit verbrachte ich viele, viele Stunden im Wald und in den Auen. Einfach nur um in der Natur Energie zu tanken.

Die nächtlichen Fieberschübe hörten auf. Mein Allgemeinzustand verbesserte sich auch. Nur die Atemprobleme blieben bestehen. Darum wurde um Reha angesucht.

Wochen für Wochen vergingen, nichts passierte.

Kapitel 3.0 Untersuchungen über Untersuchungen!

Da ich eigentlich wochenlang keinerlei Besserung bemerkte,im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, das alles schlechter wurde. Ich hatte dann ein Lungen CT wegen meiner Atemprobleme. Weiters ein CT des Herzes wegen den Koronargefäßen,regelmäßige Blut Kontrollen. Herzultraschall war auch dabei, sowie EKG’s.

Meine Blutwerte waren sowieso eine Geschichte für sich. Mein Herzwert war einmal erhöht einmal nicht.

Also eigentlich alles nicht so ideal. Beim CT des Herzens kam auch nichts heraus. Meine Herzkranzgefäße waren TIP TOP. Entzündungszeichen wurden im MRT auch keine gesehen. Somit wurde davon ausgegangen das die Herzmuskelentzündung vorüber ist und ich jetzt einfach eine von 1000 enden bin, die leider Schäden von der Herzmuskelentzündung davongetragen hat. Darum vereinbarten wir einen Termin für eine Herzkatheteruntersuchung.

Gesagt getan, ab ins Krankenhaus. Dort wurde gleich zubeginn Blut abgenommen und ein EKG geschrieben, danach wurde ich wieder insWartezimmer geschickt.

Im Wartezimmer verbrachte ich ca. 4 h, wenn es reicht, in dieser Zeit wartete ich mit meinem Vater bis sich endlich jemand um mich kümmerte. Ich war wirklich froh, dass ich in Begleitung war, denn ich wäre allein nicht in der Lage gewesen mir etwas zu trinken oder zu essen zu holen. Papa versorgte nicht nur mich mit Getränken sondern auch andere Wartende. Denn vom Personal haben wir alle in dieser Zeit niemanden gesehen.

Nach Stunden des Wartens war ich endlich dran.  Drin war ein junger Assistenzarzt, welcher sich halbherzig und gelangweilt meine Probleme anhörte. Halbherzig deshalb, weil während ich ihm meine Wehwehchen erklärte er immer wieder irgendwelche Späßchen mit den Kollegen machte.  Und sorry liebe Leute,da fühlt man sich nicht wirklich sehr ernst genommen. Als er dann einen Ultraschall machte, sah er sehr wohl das ich nicht simulierte. Aber im gesamten wusste er nicht was er jetzt machen soll und schickte mich wieder nach Hause. Mit der Begründung,sie haben in einem Monat einen Termin für die Herzkatheteruntersuchung, dort sehen wir weiter.

Also einen ganztags Ausflug ins Krankenhaus gemacht,umsonst. Ich persönlich habe auch nichts anders erwartet. Nach 20 Jahren im Krankenhaus weiß man, wie dort gearbeitet wird.

Die nächsten Wochen verbrachte ich zu Hause bei ständiger Arzt Kontrolle. Ich durfte dann anfangen spazieren zu gehen. Natürlich alles nach Puls. Deshalb bekam ich zu dieser Zeit eine ganz großartige Puls Uhr. Meine Garmin Uhr kann einfach alles.

Meine ersten Spaziergänge waren wirklich deprimierend! Ich wurde wirklich auf der Straße von 80-jährigen Omis überholt. ICH!!!!! Die sonst immer selbst auf der Überholspur unterwegs war. Es begleitet einem wirklich ein Gefühl des Schams.

Deshalb wurden kurzerhand meine Spazierrunden in die Auen verlegt. Dort jemanden zu treffen ist eher selten.

Täglich ging ich meine Runden. Meist war ich nach kurzer Zeit schon fix und fertig und durch meine Schweißausbrüche total durchnässt.Trotzdem wusste ich das ich durchbeißen muss!

Dann kam endlich der März und mein Termin für die Herzkatheteruntersuchung.Ich freute mich schon direkt auf diesen Termin, denn bis jetzt hatten wir ja noch immer nicht den Grund gefunden, warum es mir schlechter ging.  Meine Hoffnung war die Herzkatheteruntersuchung,dass dort endlich eine richtige Diagnose gestellt werden kann. Termin wurde Monate vorher ausgemacht, Uhrzeit bis wann ich spätestens auf Station sein musste stand auch fest.

Also kam ich zum ausgemachten Termin auf Station. Es war eigentlich vom Parkplatz bis auf Station nicht weit, trotzdem standen mir die Schweißperlen auf der Stirn, bis ich angekommen war. Dort wurde ich gleich zum Anamnese Gespräch gebeten. Blut wurde auch abgenommen. Danach baten sie mich im Wartbereich Platz zu nehmen. Leichter gesagt als getan. Denn leider waren dort alle Sessel besetzt. So musste ich stehen.

Mein Kreislauf fing an durchzudrehen. Ich fing immer mehr an zu schwitzen. Ich probierte tief und ruhig zu Atmen, da ich merkte wie mein Blutdruck ins bodenlose sackte. Pflegekräfte waren weit und breit keine zusehen.  So entschied ich mich einfach mitten am Gang, am Boden platz zu nehmen.

Ich dachte mir, dass ist die bessere Variante, als einfach umzufallen. 

Am Boden sitzend, schweißgebadet wurde ich dann von einer Pflegeassitentin bemerkt, welche mir auch sofort einen Sessel besorgte. Nach ca.3 STUNDEN im Wartebereich war dann auch endlich mein Zimmer frei. 

Ich wollte aber auch nicht rum jammern, denn dort saßen wirklich Menschen, denen es noch viel schlechter ging als mir. Wer schon einmal im Krankenhaus auf einer Kardiologie war, weiß was ich meine. Ein älterer Herr mit Sauerstoffgerät und im Rollstuhl musste noch länger warten als ich.

Also das bei unserem Systemen im Krankenhaus etwas falsch läuft,ist eigentlich auch allgemein bekannt.

 Nach vielen Stunden des Wartens, kam endlich die Ärztliche Aufnahme. Sie schickten mir einen ganz frischen Doktor. Einen ganz jungen, sehr freundlich und bemüht. Ich gab ihnen meine Überweisung, auf welcher eigentlich stand, was zu tun ist.

Später kam dann nochmal ein Oberarzt vorbei und wollte von mir wissen warum sie diese Untersuchung machen sollten. Ich erklärte ihnen alles. Erzählte vom Nachtschweiß von der erhöhten Temperatur und alles andere.  Er entschied das ein Herzkatheter reicht und eine Biopsie, so sagte er, sei übertrieben.

Sie machten die Aufklärung für die Untersuchung und teilten mir mit, dass ich am nächsten Tag als erste dran käme. Das war mir sehr recht.Dort machten sie auch die neuere Methode mit Herzkatheter über das Handgelenk.Ich konnte mich aus meiner Schulzeit erinnern, dass ich einmal bei einer Herzkatheter Untersuchung dabei sein durfte. Darum hatte ich eigentlich auch keine große Angst.

Der Tag der Untersuchung verging dann schnell, ich wurde gleich als erstes in der Früh abgeholt. Danach brachten sie mich in den Untersuchungsraum. Dort wurde mir vom Pflegepersonal alles erklärt. Dies war sehr angenehm. So konnte man auch die letzten Bedenken vergessen. Dort fühlt ich mich gut aufgehoben.  Auch der Arzt redete während der Untersuchung mit mir, sagte mir wo er sich gerade befand und erklärte seine Schritte.

Später an diesem Tag kam dann die Visite.  Welche mir dann meine Untersuchungsergebnisse erklärte. Der Oberarzt teilte mir mit, dass er glaubt, dass meine Herzmuskelentzündung noch nicht ganz vorbei ist und dass ich einen Termin für ein Kontroll MRT erhalten werde und ich mich bis dahin schonen muss. Es würde mich die nächsten Tage jemand zu Hause anrufen und mir den Termin mitteilen.

So war es dann auch, ein Arzt rief mich an und erklärte mir,dass mein Kontroll MRT schon im Auguststattfinden wird. AHA schon im August??? Ja jetzt ist ja schon März, ist eh nicht mehr lange.

Ich habe mir wirklich viel davon erwartet, doch dann war es so …….  Ich musste meine Tabletten weiternehmen, abwarten und TEE trinken. Das Ergebnis war für mich schlimm, denn ich hatte mir eine Diagnose erwartet.

Das Warten, ohne das man aktiv viel dazu beitragen kann,macht einen richtig fertig.

ABER DIE HOFFNUNG STIRBT ZULETZT .

Kapitel 2.0 Die Diagnose

Nachdem die Untersuchung abgeschlossen war, kam ich zur Befundbesprechung. An diesem Tag arbeitete ich am Vormittag und dann fuhr ich gleich in die Ordination meiner Internistin.

Da ich vor der Ordination keinen Parkplatz bekam, musste ich ein Stück laufen. Darüber habe ich mir zu diesem Zeitpunkt noch keine Gedanken gemacht, dass ein Parkplatz vor der Tür von Vorteil gewesen wäre.

Also lief ich die ein paar Meter durch die Stadt bis zur Ordination. Dort angekommen, war ich so außer Atem, dass ich mich direkt hinsetzen musste. Und dann wurde mir schwarz vor Augen.

Die Ordinationsassistentinnen merkten sofort dass es mir nicht gut ging, besorgten mir Wasser, legten mich auf eine Liege und umsorgten mich wie sie nur konnten! Blutdruck war im Keller, Puls wieder mal viel zu hoch. Meine Internistin war auch gleich zur Stelle. Nachdem ich wieder halbwegs auf den Beinen war, führten wir das Diagnosegespräch. Sie erklärte mir in ruhigen Worten, dass sie sich nicht getäuscht hatte und mein linkes Herz eingeschränkt sei. In diesem Moment brach für mich eine Welt zusammen! Ich wusste was dies bedeutet! Ich kenne genug ehemalige Patienten, die eine Herzinsuffizienz haben. Eigentlich konnte ich dem restlichen Gespräch auch gar nicht mehr richtig folgen. Meine Tränen liefen mir über beide Wangen, ich konnte mich nicht mehr kontrollieren. Es zog mir einfach den Boden weg. Meine Fr. Doktor erklärte mir, dass ich ab sofort Tabletten nehmen muss. Jeden Tag Blutdruckmessen und Pulsmessen. Mir wurde gesagt, dass meine Herzleistung bei 43% liegt.

Es war der 11.01.2018 und ich war ab sofort im Krankenstand.  Zuhause musste ich ersteinmal alles sacken lassen. Meine Bronchitis war natürlich auch wieder zurück und es ging mir eigentlich richtig schlecht. Nur ich bin ja eine Kämpferin, so schnell lass ich mich nicht unterkriegen.

In den folgenden Wochen pendelte ich eigentlich nur zwischenWohnung, Krankenhaus und meiner Internistin hin und her.  Ich hatte dann auch im Krankenhaus einige Untersuchungen da es mir dann immer schlechter ging anstatt besser. Die Tabletten machten mich fertig. Da ich ja einen sehr niedrigen Blutdruck hatte und dann noch Tabletten bekam zum Senken von Puls und RR (RR=Blutdruck) war ich zu dieser Zeit echt oft sehr müde. Na ja, bei einem Blutdruck von 85/50 und 45 Puls war dies auch kein Wunder.

Es dauerte schon einige Zeit bis wir die perfekte Dosierung gefunden hatten und ich jetzt so eingestellt war, dass ich wieder allein aktiv sein konnte. Es passierte mir nämlich nicht nur einmal, dass mir beim Spazieren schwarz vor Augen wurde.

Daraufhin wurde mir von meiner Familie untersagt, weiterhin allein raus zu gehen. Dies war aber überhaupt kein Problem, denn meine Freundinnen und meine Familie wechselten sich jetzt ab. Es kam jeden Tag jemand anders, sie unterstützten mich beim Einkaufen beim Haushalt und gingen mit mir spazieren. Ob Stunden am Telefon oder bei einem Kaffee. Sie sind einfach zu jeder tages und nachtzeit für mich da. Dafür bin ich einfach nur dankbar.

Freunde fürs Leben

Am Anfang durfte ich mich auch gar nicht belasten. Es war Bettruhe angesagt. Ich hätte auch gar nicht anders können. Nach jeder Nacht musste ich das Bett frisch beziehen, da ich durchgeschwitzt war inklusive Bettzeug. Es war auch weiterhin so, dass ich speziell abends immer so 37.4° –37.8°,  also leicht erhöhte Temperatur hatte. Es vergingen die Wochen und meiner Meinung nach verschlechterte sich die Situation. Ich merkte es an der LUFT. Ich konnte nicht richtig durchatmen! Kennt ihr das? Wenn man einfach das Gefühl hat, dass der Sauerstoff nicht bis in die Lungenflügel reicht. Es ist ein sehr beengendes Gefühl.

Ihr fragt euch sicher wie ich damit umgegangen bin. Jeder der mich kennt weiß, dass ich überlegt handle und besonnen. Das fachliche Wissen über die Krankheit hatte ich ja (leider)! Denn eines könnt ihr mir glauben, oftmals ist weniger Wissen besser.

Auch wenn ich oft das Gefühl hatte zu ersticken, konnte ich mich selbst beruhigen. Ich konnte alle Maßnahmen selbst an mir machen, welche ich normal bei meinen Patienten in so einer Situation gemacht hätte. Mir war auch bewusst, dass ich nicht ersticke, dass dies einfach nur das Gefühl ist. Aber lerne einmal damit umzugehen! Da ich ja eine Gesundheits- und Krankenpflegerin bin und solche Situationen aus der Arbeit kenne, war es für mich sicher etwas einfacher, diese zu meistern. Aber wenn ich da an andere denke, welche einfach nicht wissen was gerade passiert, kann diese Situation echt Panik verursachen!  

Kapitel 1.0 Wie alles begann!

Vor ziemlich genau einem Jahrbegann meine Story!

Wenn man es ganz genau nimmt sogar schon etwas früher, nur zum Arzt ging ich erst im Dezember 2017. Ich bin eigentlich ein sportlicher Typ, Klettere gerne, Schifahren ist meine absolute Leidenschaft, Skitouren gehen im Winter gehört auch dazu und natürlich noch ganz viele andere Dinge, eigentlich alles Verrückte, da war ich immer live dabei.

Klettern in Kroatien

Also beschlossen wir eine Skitour zu gehen. Zum Anfang planten wir auch eine ganz einfache und eigentlich eine Einsteigertour zu machen. Gesagt getan, am Berg angekommen, Felle aufgezogen, Wetter perfekt und los ging es. Die Tour konnte starten.

Original Foto von der letzten Tour

Schon nach den ersten Metern kamen mir die ersten Gedanken, puh heute ist nicht mein Tag. Die Luft ging mir alle paar Meter aus, so dass ich stehen bleiben musste. Mario, meinen Freund, schickte ich gleich mal voraus. Denn das brauch ich auch nicht,dass alle paar Meter jemand auf mich wartet und ich mit mir selbst so zu tun habe, dass aus einer vermeintlich 40 min Skitour eine 1,5 h Tour wurden.

Etwas entnervt und fix und fertig kam ich dann oben in der Hütte an. (Mein Freund hatte schon das 2. Bier), Und das war der Moment, in welchem ich mir dachte da stimmt etwas nicht.

Eigentlichmachte ich mir schon etwas sorgen. Hab dann aber immer wieder alles auf denStress geschoben und auf meine Gewichtsprobleme, die ich seit gut 3 Jahrenhabe.

Trotz allem kam es mir dann doch eigenartig vor und ich beschoss, mir einen Arzt zu suchen. Nur zu welchem sollte ich da gehen, der mich auch so untersucht das der Fehler gefunden wird. Denn wie ich in diesem Jahr feststellen musste, ist die Arztwahl echt schwer!!! Also kurz überlegt, dann war mir eigentlich klar das da nur eine einzige in Frage kommt!  Frau Dr.N! Ich war vor etlichen Jahren schon einmal bei ihr und ihre Untersuchungsmethoden und die Genauigkeit von ihr sind mir damals schon positiv in Erinnerung geblieben.

Gesagtgetan, angerufen Termin vereinbart…paar Tage später war ich in ihrerOrdination zur Gesunden Untersuchung. Von meinen Problemen habe ich im Großenund Ganzen nichts erzählt, ich wollte wissen ob sie auch so den Fehler findet.Da Fr. Dr. N. eine der genauesten Ärzte ist, die ich kenne (und ich kenne schonalleine wegen meinem Beruf sehr viele Ärzte) war der Fehler im System gleichmalgefunden. Nachdem sie einen ausführlichen Ultraschall von allen Organen gemachthatte, fragte sie mich ob ich denn beim Bergaufgehen keine Atemprobleme hätte.

Daraufhinberichtete ich ihr von meiner letzten Skitour, meinen Befürchtungen undÄngsten. Sie beruhigte mich und schickte mich auch gleich weiter zu einer MRTUntersuchung des Herzens. Denn sie meinte die Herzleistung (EF) sei leichteingeschränkt.

Dieserklärte jetzt auch sehr viel, denn eigentlich hatte ich den ganzen Herbst eineBronchitis, dass es sich gewaschen hatte. Im Oktober fing es mit dem Husten an,dann war es fast ausgeheilt und dann ging es wieder von vorne los. In derArbeit hörte ich nur, Alexandra krank sein gibt es keines und kurieren sie sicham Wochenende aus damit sie am Montag wieder fit sind. In Krankenstand ging ichnicht, da ich ja nur 37,5 Temperatur hatte.

Es istaber nicht so dass ich im Herbst nicht auch bei meinem HA (Hausarzt) war, ichbekam Antibiotika, Hustentropfen und Cortison. Welches auch nur ein paar TageErleichterung brachte bevor die Bronchitis wieder zurückkam.

MeineTage bei der Arbeit waren wirklich immer mühsamer. Ich habe zu dieser Zeit ineiner Ordination bei einem Arzt gearbeitet. Wir machten in der Ordinationeigentlich alles und ich wollte auf keinen, auf gar keinen Fall diesen Jobverlieren. Solche Jobs sind in unserer Branche leider vergriffen. Darum habeich auch bis zum letzten Tag durchgebissen. Obwohl wirklich Dinge geschehensind wo gerade ICH früher hättenachdenken müssen, dass dies keingutes Ende finden wird., dass fällt vor allem auf, wenn man hinterhernachdenkt.

Damitmeine ich, dass es schon durchaus vorkam das mir auf einmal schwindlig wurde. Einmalmachte ich einen Patienten eine Ultraschall Therapie, da fiel ich fast nachhinten vom Hocker. Das allerschlimmste war, als ich eines Morgens mit meinemChef Blut abnehmen musste, so war es diesmal so dass er die Vene nicht traf.Und ich musste dann sofort eine neue Kanüle holen (wobei es da grundsätzlichschon besser wäre das du alles eingesteckt hast was du brauchst, da er sonstecht mühsam ist weil ihm ja immer alles zu langsam geht). Ich ging also in denNebenraum und holte alles frisch was wir benötigten. Gab ihm alles und dannbemerkte ich das meine Finger total schwitzig waren! Ich hatte das zu diesemZeitpunkt noch nie gesehen das man auf Finger so schwitzen kann. Dazu muss ichaber auch sagen, dass ich eigentlich kein SCHWITZER war!

Hinten nach betrachtet gab es eigentlich genug WAHRNZEICHEN! Welche icheinfach ignoriert habe. Denn mir passiert das nicht! In der Ordination warntemein Chef auch alle Patienten. Sie sollen sich auskurieren damit die Erkältungnicht auf das Herz schlägt.

Jaja, bei allen anderen sieht man es nur bei einem selber nicht.Aber eines könnt ihr mir glauben, hätte ich gewusst was mich erwartet hätte ichso fahrlässig nicht gehandelt. Schon gar nicht meinen eigenen Körper gegenüber.

Dann kam der Tag der Diagnose………..