Kapitel 3.0 Untersuchungen über Untersuchungen!

Da ich eigentlich wochenlang keinerlei Besserung bemerkte,im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, das alles schlechter wurde. Ich hatte dann ein Lungen CT wegen meiner Atemprobleme. Weiters ein CT des Herzes wegen den Koronargefäßen,regelmäßige Blut Kontrollen. Herzultraschall war auch dabei, sowie EKG’s.

Meine Blutwerte waren sowieso eine Geschichte für sich. Mein Herzwert war einmal erhöht einmal nicht.

Also eigentlich alles nicht so ideal. Beim CT des Herzens kam auch nichts heraus. Meine Herzkranzgefäße waren TIP TOP. Entzündungszeichen wurden im MRT auch keine gesehen. Somit wurde davon ausgegangen das die Herzmuskelentzündung vorüber ist und ich jetzt einfach eine von 1000 enden bin, die leider Schäden von der Herzmuskelentzündung davongetragen hat. Darum vereinbarten wir einen Termin für eine Herzkatheteruntersuchung.

Gesagt getan, ab ins Krankenhaus. Dort wurde gleich zubeginn Blut abgenommen und ein EKG geschrieben, danach wurde ich wieder insWartezimmer geschickt.

Im Wartezimmer verbrachte ich ca. 4 h, wenn es reicht, in dieser Zeit wartete ich mit meinem Vater bis sich endlich jemand um mich kümmerte. Ich war wirklich froh, dass ich in Begleitung war, denn ich wäre allein nicht in der Lage gewesen mir etwas zu trinken oder zu essen zu holen. Papa versorgte nicht nur mich mit Getränken sondern auch andere Wartende. Denn vom Personal haben wir alle in dieser Zeit niemanden gesehen.

Nach Stunden des Wartens war ich endlich dran.  Drin war ein junger Assistenzarzt, welcher sich halbherzig und gelangweilt meine Probleme anhörte. Halbherzig deshalb, weil während ich ihm meine Wehwehchen erklärte er immer wieder irgendwelche Späßchen mit den Kollegen machte.  Und sorry liebe Leute,da fühlt man sich nicht wirklich sehr ernst genommen. Als er dann einen Ultraschall machte, sah er sehr wohl das ich nicht simulierte. Aber im gesamten wusste er nicht was er jetzt machen soll und schickte mich wieder nach Hause. Mit der Begründung,sie haben in einem Monat einen Termin für die Herzkatheteruntersuchung, dort sehen wir weiter.

Also einen ganztags Ausflug ins Krankenhaus gemacht,umsonst. Ich persönlich habe auch nichts anders erwartet. Nach 20 Jahren im Krankenhaus weiß man, wie dort gearbeitet wird.

Die nächsten Wochen verbrachte ich zu Hause bei ständiger Arzt Kontrolle. Ich durfte dann anfangen spazieren zu gehen. Natürlich alles nach Puls. Deshalb bekam ich zu dieser Zeit eine ganz großartige Puls Uhr. Meine Garmin Uhr kann einfach alles.

Meine ersten Spaziergänge waren wirklich deprimierend! Ich wurde wirklich auf der Straße von 80-jährigen Omis überholt. ICH!!!!! Die sonst immer selbst auf der Überholspur unterwegs war. Es begleitet einem wirklich ein Gefühl des Schams.

Deshalb wurden kurzerhand meine Spazierrunden in die Auen verlegt. Dort jemanden zu treffen ist eher selten.

Täglich ging ich meine Runden. Meist war ich nach kurzer Zeit schon fix und fertig und durch meine Schweißausbrüche total durchnässt.Trotzdem wusste ich das ich durchbeißen muss!

Dann kam endlich der März und mein Termin für die Herzkatheteruntersuchung.Ich freute mich schon direkt auf diesen Termin, denn bis jetzt hatten wir ja noch immer nicht den Grund gefunden, warum es mir schlechter ging.  Meine Hoffnung war die Herzkatheteruntersuchung,dass dort endlich eine richtige Diagnose gestellt werden kann. Termin wurde Monate vorher ausgemacht, Uhrzeit bis wann ich spätestens auf Station sein musste stand auch fest.

Also kam ich zum ausgemachten Termin auf Station. Es war eigentlich vom Parkplatz bis auf Station nicht weit, trotzdem standen mir die Schweißperlen auf der Stirn, bis ich angekommen war. Dort wurde ich gleich zum Anamnese Gespräch gebeten. Blut wurde auch abgenommen. Danach baten sie mich im Wartbereich Platz zu nehmen. Leichter gesagt als getan. Denn leider waren dort alle Sessel besetzt. So musste ich stehen.

Mein Kreislauf fing an durchzudrehen. Ich fing immer mehr an zu schwitzen. Ich probierte tief und ruhig zu Atmen, da ich merkte wie mein Blutdruck ins bodenlose sackte. Pflegekräfte waren weit und breit keine zusehen.  So entschied ich mich einfach mitten am Gang, am Boden platz zu nehmen.

Ich dachte mir, dass ist die bessere Variante, als einfach umzufallen. 

Am Boden sitzend, schweißgebadet wurde ich dann von einer Pflegeassitentin bemerkt, welche mir auch sofort einen Sessel besorgte. Nach ca.3 STUNDEN im Wartebereich war dann auch endlich mein Zimmer frei. 

Ich wollte aber auch nicht rum jammern, denn dort saßen wirklich Menschen, denen es noch viel schlechter ging als mir. Wer schon einmal im Krankenhaus auf einer Kardiologie war, weiß was ich meine. Ein älterer Herr mit Sauerstoffgerät und im Rollstuhl musste noch länger warten als ich.

Also das bei unserem Systemen im Krankenhaus etwas falsch läuft,ist eigentlich auch allgemein bekannt.

 Nach vielen Stunden des Wartens, kam endlich die Ärztliche Aufnahme. Sie schickten mir einen ganz frischen Doktor. Einen ganz jungen, sehr freundlich und bemüht. Ich gab ihnen meine Überweisung, auf welcher eigentlich stand, was zu tun ist.

Später kam dann nochmal ein Oberarzt vorbei und wollte von mir wissen warum sie diese Untersuchung machen sollten. Ich erklärte ihnen alles. Erzählte vom Nachtschweiß von der erhöhten Temperatur und alles andere.  Er entschied das ein Herzkatheter reicht und eine Biopsie, so sagte er, sei übertrieben.

Sie machten die Aufklärung für die Untersuchung und teilten mir mit, dass ich am nächsten Tag als erste dran käme. Das war mir sehr recht.Dort machten sie auch die neuere Methode mit Herzkatheter über das Handgelenk.Ich konnte mich aus meiner Schulzeit erinnern, dass ich einmal bei einer Herzkatheter Untersuchung dabei sein durfte. Darum hatte ich eigentlich auch keine große Angst.

Der Tag der Untersuchung verging dann schnell, ich wurde gleich als erstes in der Früh abgeholt. Danach brachten sie mich in den Untersuchungsraum. Dort wurde mir vom Pflegepersonal alles erklärt. Dies war sehr angenehm. So konnte man auch die letzten Bedenken vergessen. Dort fühlt ich mich gut aufgehoben.  Auch der Arzt redete während der Untersuchung mit mir, sagte mir wo er sich gerade befand und erklärte seine Schritte.

Später an diesem Tag kam dann die Visite.  Welche mir dann meine Untersuchungsergebnisse erklärte. Der Oberarzt teilte mir mit, dass er glaubt, dass meine Herzmuskelentzündung noch nicht ganz vorbei ist und dass ich einen Termin für ein Kontroll MRT erhalten werde und ich mich bis dahin schonen muss. Es würde mich die nächsten Tage jemand zu Hause anrufen und mir den Termin mitteilen.

So war es dann auch, ein Arzt rief mich an und erklärte mir,dass mein Kontroll MRT schon im Auguststattfinden wird. AHA schon im August??? Ja jetzt ist ja schon März, ist eh nicht mehr lange.

Ich habe mir wirklich viel davon erwartet, doch dann war es so …….  Ich musste meine Tabletten weiternehmen, abwarten und TEE trinken. Das Ergebnis war für mich schlimm, denn ich hatte mir eine Diagnose erwartet.

Das Warten, ohne das man aktiv viel dazu beitragen kann,macht einen richtig fertig.

ABER DIE HOFFNUNG STIRBT ZULETZT .

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