Kapitel 9.1

Unerklärbar

So verbrachte ich in dem Krankenhaus 2 Nächte. Zuerst hatte ich relative Bettruhe, da man ja nicht genau wusste woher mein „Bildausfall“, kam. Am nächsten Tag machten sie noch ein Schluckecho. Das heißt, dass sie einen Ultraschall des Herzens, vom Magen aus machten. Dies wurde aber unter Propofol gemacht. Bzw. nehme ich an das es Propofol war, da ich nichts aber schon gar nichts mitbekommen hatte. In dem Raum, in welchem die Untersuchung stattfand, war ein Oberarzt und sein Pfleger (Assistent), von welchem ich die genaue Berufsbezeichnung nicht weiß, ist aber auch egal. Denn die 2 waren ein eingespieltes Team und sie machten mir die Untersuchung so angenehm wie möglich. Der Oberarzt erklärte mir vorher genau die Schritte, welche er machen würde und der Pfleger erheiterte die Situation mit lustigen Anekdoten. Für mich ist so eine Situation sehr stressig, da ich mich schon auch vor manchen Untersuchungen fürchte und wenn dann so ein eingespieltes Team die Situation aufheitert ist das für mich das allerbeste. TOP!

Ich weiß eigentlich nur mehr, dass ich so ein Plastikteilzwischen die Zähne bekam und dann……. Dunkel.

Am Ende als die Untersuchung vorbei war, erklärte der Oberarzt mir noch kurz,dass alles in Ordnung sei. Also keine neuen Erkenntnisse.

Kurz noch zu diesem Oberarzt, es ist noch ein junger Oberarzt, welcher noch zuhören kann und nicht glaubt er sei ein Gott in Weiß und alle haben sich ihm zu beugen. Einfach wunderbar. Die jungen Ärzte sind noch voll Energie und Tatendrang, die Welt zu verändern.

Ich würde mir wünschen, dass er so menschlich bleibt wie er ist und nicht irgendwann dem System zum Opfer fällt. Ich persönlich finde, dass Ärzte in den Krankenhäusern viel abgebrühter werden. Und das sage ich aus JAHRELANGER ERFAHRUNG. 20 Jahre, wenn man es genau nimmt. Und liebe Leute da kommt einem schon einiges unter. Schon alleine über das Thema könnte ich ein Buch schreiben.

Zurück im Zimmer, es war ja schon 16 Uhr, da sie leider auf meine Untersuchung vergessen hatten, auch das ich eigentlich den ganzen Tag nüchtern war, bekam ich dann nach mehrmaligen nachfragen und bitten endlich mein Abendessen. Bzw. was davon noch übrig war. Um Getränke kümmerten sich meine Zimmerkolleginnen.

Die Sehbeeinträchtigung trat nicht mehr auf. Ich habe keine Ahnung wo es her kam oder warum. Es wussten auch alle anderen nicht. Am nächsten Morgen bei der Visite kam dann ein andere Oberarzt, welcher mir erklärte, wenn man in der Früh aus dem Bett springt und am Glockner geht, dass es dann passieren kann, dass einem schwindelig wird.  Dann erklärte ich ihm, “ Ich saß am Boden, habe Kaffee getrunken, mich weder bewegt noch bin ich gelaufen oder ähnliches.“ Er redete weiter von seinem Großglockner blabla…. Das ihm da auch schwindelig wäre. Ich bin fast zornig geworden.

Am liebsten hätte ich laut gebrüllt, HÖREN SIE MIR NICHT ZU???????? Ist es wirklich so schwer zu zuhören? Ich erklärte ihm, dass ein Kreislaufkollaps anders sei und das kann ich beurteilen, wenn ich oft einen Blutdruck von 80/60 habe. Wahrscheinlich hatte ich das schon öfter wie er, falls er es überhaupt schon mal hatte.  Daraufhin durfte ich nach Hause, es hätte alles Weitere auch keinen Sinn gemacht.

Wenn der Patient Apfel sagt und der Doktor immer Birnen hört, dann hat es keinen Sinn.

Äpfel oder doch Birnen, das ist hier die Frage..

Ich war so froh das ich Heim durfte.

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