Kapitel 8.0 Plaudertaschen

Dorfklatsch

Zurück von der Herzkatheteruntersuchung hieß es jetzt warten, denn die Biopsie Ergebnisse dauern leider Wochen. Sie sagten mir, dass sie sich melden sobald sie es wissen.

Eigentlich wusste ich, dass es jetzt nur mehr die eine Möglichkeit gibt. Denn das aller schlimmste wäre, wenn nichts raus kommt und sie weiterhin nicht wüssten woher das ganze kommt.

Also freundete ich mich schon mal mit dem Gedanken an, was mich zu diesem Zeitpunkt nicht Glücklich stimmte. Die Hochzeit steht vor der Tür und wer braucht da schon vorher eine CORTISON Therapie. Ich fragte meine Arzt auch ob dies ein Problem sein könnte. Also Hochzeit und Cortison, er meinte nein warum, aber ich glaube der hat mich nicht richtig verstanden, ist halt auch nur ein Mann! Ihr Frauen versteht sicher meine Bedenken.

So verbrachte ich meine Zeit mit Hochzeitsplanung. Wunderschön endlich wieder etwas sinnvolles zutun. Etwas das einem enorme positive Energie verlieh.

Eines Morgens, es war ca. 6 Tage nach der Biopsie, saß ich beim Frühstück und telefonierte mit einer Freundin. Wir lachten und blödelten am Telefon herum und  tauschten interessante Neuigkeiten aus. Wenn man es genau nimmt nennt man sowas auch Dorfklatsch. Ich trank meinen Kaffee und aß ein Stück Brot und dann plötzlich während dem Gespräch sah ich auf einmal alles verschwommen. Ich schüttelte meinen Kopf und probierte einen Punkt zu fixieren um wieder ein Klares Bild zu bekommen. So wie früher bei den alten TV Geräten, wo man oben drauf gehauen hat und dann ging es wieder. Aber leider war dem nicht so. Meine Freundin redete munter weiter bis sie merkte das ich nicht mehr antwortete. Dann fragte sie was los sei. Ich tat mir richtig schwer etwas zu sagen. Bis ich  dann einen Ton raus bekam.

Ich hatte keine Ahnung was mit mir los war. Diese Situation war ganz neu für mich. Ich maß meinen Blutdruck und Puls, der war nieder, aber nicht mehr als sonst. Zucker konnte es auch nicht sein,ich  aß ja gerade. Mhh ich dachte noch eventuell an die Wirbelsäule. Aber ich wusste es nicht. Dann habe ich doch sicherheitshalber meine Internistin informiert und gefragt was ich denn machen sollte.

Meine Angst war, dass es wieder kommt und ich dann alleine in meiner Wohnung liege bis jemand heim kommt.

Somit war mein Weg wieder klar, ab ins Krankenhaus. Ein paar Tage nach der Herzkatheteruntersuchung und der Biopsie war es das sicherste.

Mein Vater packte mich zusammen und brachte mich ins Krankenhaus.

Und wenn ich gewusst hätte was da auf mich zukommt, wäre ich im Bett geblieben.

2 Kommentare zu „Kapitel 8.0 Plaudertaschen

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