Kapitel 6.1 Urlaubsüberraschung


Urlaub mit einer kleinen Überraschung

Ich habe euch etwas ganz Wichtiges unterschlagen, meinen Urlaub. Dies war genau die Woche bevor ich die Befundbesprechung des MRT´s hatte.

Eigentlich war kein Urlaub geplant, da aber meine Freundin, ihre Hochzeit im August 2018 plante und wir eingeladen waren, planten wir einen Kurztrip ein.

Das Problem war nur, die Hochzeit war in Kroatien. Zu diesem Zeitpunkt, war ich ja noch der Meinung ich bin geheilt, darum fuhren wir nach Kroatien. Ich wusste, dass ich mich überall und jederzeit ausrasten könnte, für den Fall das es mir etwas  zuviel würde.

Tomislovgrad

Die Hochzeit war der Wahnsinn. Eine kroatische Hochzeit muss man erlebt haben. Wir wurden von allen so liebevoll aufgenommen. Alle umsorgten uns und schauten, dass es uns an nichts fehlte. Zu später Stunde wollte mein Süßer mit mir tanzen, was wir auch taten. Denn eigentlich tanzen wir gerne zusammen. Er wirbelt mich dann immer über den Tanzboden das nur so raucht. Nach dem 2. Lied musste ich es aber sein lassen, da mir die Puste ausging. Aber sowas von ausging. Ich benötigte einige Minuten bis ich wieder Luft bekam.

In meinem Kopf dachte ich immer wieder über diese Situationen nach, in welchen ich in Atemnot geriet. Es ist so, dass sobald ich mich etwas anstrenge, die Luft einfach weg ist.

Nach der Hochzeit beschlossen wir noch ein paar Tage am Meer zu bleiben. Denn wenn wir schon da waren…können wir auch ein paar Tage baden. Und außerdem hatte ich in dieser Woche Geburtstag.  

Ich merkte das ich die Hitze eigentlich gar nicht aushielt, deshalb suchten wir einen schönen schattigen Platz. Und mit der Kombination Meerwasser, war die Situation durchaus zum Aushalten. Die Ruhe und die andere Umgebung tat mir sehr gut, ich dachte viel über mein Leben nach. Zeit hatte ich ja genug.

An meinem Geburtstag machten wir uns auf dem Weg zum Brela Felsen, dies ist ein ganz spezieller Ort am Meer. Der Felsen steht an der Küste und sieht vor allem beim Sonnenuntergang wunderschön aus. Das Wasser ist so GLASKLAR, dass hatte ich noch nie gesehen. Einfach wunderschön. Am Abend haben wir uns einen Tisch in einem Berg Restaurant reserviert. Wir wurden von einem Taxi abgeholt und dort hingebracht. Dort angekommen wurden wir vom Chef des Hauses freundlich begrüßt und zu unserem Platz begleitet. Mario mein Freund, Fotografiert für sein Leben gern und da wir ja wegen der angeblich so wundervollen Aussicht dort hinmussten, machte er sich gleich auf dem Weg um einen Platz für unser Sonnenuntergangsfotos, auszumachen. Kurz darauf kam er auch schon zurück, um mich zu holen. Ich ging mit ihm zu einem Nebengebäude, vor welchen sich ein paar Weinfässer befanden. Er meinte, dass wäre der perfekte Ort für unser SELFIE. Ich stellte mich in Position und Mario stellte die Spiegelreflexkamera in Position drückte dann den Selbstauslöser und rannte wie ein wilder zu mir.

Aber statt sich neben mich zu stellen, verschwand er plötzlich neben mir. Ich sagte, oh mein Gott was machst du da…und ich lachte. Und eigentlich wusste ich in dem Moment sehr wohl was er da machte. Und glaubt mir ich habe mir den Moment so oft vorgestellt, vor allem wie cool ich reagieren würde. Aber die Wahrheit ist, ich habe keinen Ton heraus gebracht. Er kniete also vor mir mit einem wunderschönen Ring in der Hand, an meinem Geburtstag, an dem romantischsten Ort der Welt und fragte mich „Willst du meine Frau werden?“ Ich krächzte mit heißerer Stimme, JA ICH WILL.

Originale Selbstauslöser Foto, nur das mit dem Sonnenuntergang klappte nicht.

So kitschig das jetzt auch klingen mag, aber so war es. Wir fielen uns lachend in die Arme und küssten uns im Sonnenuntergang in Kroatien. Beide mussten wir den ganzen Abend einfach nur mehr lachen.

Endlich würde mein innigster Wunsch in Erfüllung gehen.

Mit der Planung der Hochzeit starteten wir quasi gleich und diskutierten über das wie, wo, was…..

Mir tat die Zeit total gut, ich schwebte über die Landschaft, strahlte wie neu geboren.

Nach ein paar Tagen waren wir dann auch wieder zurück aus unserem Kurzurlaub und wir hatten auch einiges zu erzählen.

Am ersten Abend zurück, luden wir unsere Eltern zu uns ein, um sie mit unserer erfreulichen Nachricht zu überraschen. Über das Hochzeitsdatum mussten wir gar nicht lange diskutieren. Da waren wir uns gleich einig. Es sollte der 22.6.19 sein.

Die Welt schien wieder in Ordnung. Zumindest für einen kurzen Augenblick.Doch dann kam die besagte Befund Besprechung, welche ihr im Kapitel 6.0 gelesen habt. Eines war danach auf jedenfall klar, dass ich nicht Belastungsfähig war habe ich jeden einzelnen Tag gemerkt und dass es nicht an meiner Psyche lag wie sie sagten, war mir dann auch klar. Aber ich muss sagen, zuvor zweifelte ich wirklich schon an mir selbst.

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