Kapitel 15.0 Der Tag der Abrechnung!

Der Tag der Abrechnung!

Die Warterei macht einen richtig mürbe. Kein Tag vergeht, an dem man nicht nachdenkt, was ist wenn.  So vergingen die Tage und Wochen. Die ersten 2 Wochen konnte ich mich auch ganz gut ablenken. Aber dann, jeden Tag das Handy in der Hand nur um zu sehen ob mein Arzt mich schon angerufen hat!

Immer im Kopf, dass sie zu meiner Zimmernachbarin sagten, dass Ergebnis ist in 2 Wochen da und zu mir sagten sie 3 Wochen. Jeder einzelne Tag kommt einem vor wie ein Jahr.

In meinem Kopf kreisten immer mehr Gedanken, was ist, wenn.  Nur einer hat es bis jetzt ausgesprochen. Natürlich soll man sich nicht rein steigern. Hatte ich bis jetzt auch nicht getan. Aber jetzt wurde doch schon einiges an Therapie versucht. Und wenn das jetzt wieder nichts bringt? NOCHMAL???? Oh mein Gott, dass ich nicht mehr schlafen konnte die Tage vor dem Anruf war somit auch klar.

Ich habe mir inzwischen ein E-Bike gekauft, früher dachte ich immer das ist nur was für Pensionisten. In der zwischen Zeit hat sich ja einiges getan und nun fahre ich E-Bike. Ich würde euch allen, die ihr Probleme habt mit dem Herzkreislaufsystem rate, auf ein E-Bike umzusteigen. Es zahlt sich aus. Es hat mir das erste LACHEN ins Gesicht gezaubert, seit langem.

Doch dann rückte der Tag der TAGE immer näher. Ich schrieb meinem Arzt schon am Freitag und bat um die Ergebnisse.Es kam keine Antwort. Dann am Montag wieder. Und dann kam eine Nachricht.

In dieser mir mein Dok. schrieb, dass sie mir leider Mitteilen müssen, dass noch immer eine Entzündung im Herzen nachweislich ist. Das bedeute für mich, Therapie Wiederholung. Er meinte auch gleich, da ich die letzte Therapie nicht gut vertragen hatte, bekomme ich dieses mal eine andere. Juhu, das beruhigt mich ungemein.

Das in diesem Moment alles, wirklich alles zusammengebrochen ist, in und um mich, ist klar.

So nun sitze ich hier, auf einem Riesen Scherbenhaufen. Und frage mich, warum ich, was habe ich falsch gemacht. Ist das der Dank. All diese Fragen werde ich wohl nie beantworten können.

Die Kraft verlies mich und ich fand mich am Boden sitzend und weinend wieder. Immer wieder die Worte in meinem Kopf. Immer wieder die Frage was nun. Ich habe eine Tochter mit 12 Jahren und einen Mann der mich Liebt. Am liebsten hätte ich mir mit meinen langen Nägeln die Haut abgezogen. Gegen irgendwas geschlagen und geschrien wie am Spieß. Nun gut, dass konnte ich nun auch nicht bringen, schließlich wohne ich in einem Wohnblock.

Jeden verdammten Morgen denke ich mir, lass mich wach werden und alles ist nur ein böser Traum.  Nur leider werde ich jeden morgen wach und muss feststellen, dass nichts mehr ist wie es war.

WAS NUN!

In der zwischen Zeit habe ich über die IMMUNSUPRRESSION einiges gelesen. Wobei ich heraus fand, dass es sich wohl um …mehr oder weniger…um ein Experiment handelt. Richtig positive Studienergebnisse konnte ich keine finden.

Ich hoffe das denen Ärzten schon bewusst ist, dass ich noch zu jung bin zu sterben. Oder bin ich nur eine Nummer im System. Eher eine Nummer im System. Wenn ihr meine ganzen Beiträge gelesen habt wisst ihr was ich meine.

Nach dieser schock Nachricht, machte ich einen Termin bei meiner Internistin aus. Welcher einige Tage später folgte. Bis dahin konnte ich schauen, dass ich mich wieder beruhige und irgendwie es schaffe positiv in die Zukunft zu sehen.

Denn wie sagte Mama immer,

AUFGEBEN TUT MAN EINE BRIEFMARKE.

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