Kapitel 16.0 Nicht mit mir!

Aufgeben tut man Briefmarken!

Nachdem ich jetzt mal den Schock verdaut habe, geht es weiter.

Ich ging einige Tage später zu meiner Internistin. Wir hatten dann nochmal ein langes Gespräch, über alles, vielleicht hat man ja irgendetwas übersehen. Denn für mich ist es unerklärbar das es für die Entzündung in meinem Herzen keinen Grund gibt. Es muss einen Auslöser geben! Ich erzählte Ihr von meinen Schmerzen in den Oberarmen, welche sich so verschlimmert hatten, dass ich einmal sogar mein Lenkrad loslassen musste, vor lauter Schmerzen. Daraufhin bekam ich eine Zuweisung zu einer Rheumatologin.

Die Spezial Klinik hatte in der Zwischenzeit mit meiner Internistin gesprochen und ihr Mittgeteilt das eine neuerliche Immunsuppression angedacht sei. Dies teilte sie mir auch alles mit. Ruhig und äußerst schonend probierte sie mir die Lage zu erklären und vor allem mich zu Beruhigen. Sie erklärte mir das es diesmal eine ähnliche Therapie sei, aber nichts mit Cortison zu tun hätte. Es wäre eine schwächere Therapie.

Natürlich war darauf meine Frage, „Wie soll eine schwache Therapie jetzt Helfen, wenn die starke nicht angeschlagen hat?“ Sie meinte, dass der Therapie Ansatz ein anderer sei. MH, naja wollen wir das mal einfach glauben, schließlich ist sie die Fr. Doktor und nicht ich. Am Ende bekam ich noch einen festen Drücker von Ihr und dann ging ich wieder nach Hause. Sie ist mit Sicherheit eine der einfühlsamsten Ärztinnen, die ich je kennen gelernt habe. Und nach 20 Jahren als Krankenschwester, kamen mir schon etliche Ärzte unter.

Ich machte gleich einen Termin bei der Rheumatologin aus. Welcher auch gleich einige Tage später stattfand.

Bei meinem Termin erklärte ich ihr alles. Was mir derzeit so alles weh tat, bzw. meine ganzen Leiden. Sie war sehr aufmerksam. Hörte zu, fragte nach!!! (kurze Anmerkung: hören Ärztinnen generell mehr zu als ihre männlichen Kollegen? Liegt es daran das sie einfühlsamer sind?Frauen eben?)

 Ich hatte schon einige Zeit so stechende Schmerzen in den Oberarmen. Ich konnte nicht mal mit ausgestreckter Hand ein Glas halten. Rotierende Bewegungen waren so gut wie gar nicht möglich. (Lenken z.B.)

Auch schmerzen in den Fersen machen mir zu schaffen. Bei jedem Tritt, schmerzt es.

Vor allem nach dem Aufstehen, bin ich total steif, kann mich kaum bewegen.

Daraufhin folgten natürlich wieder mal Blutabnahmen und Untersuchungen.

Ich fuhr in die Klinik, in welcher sie arbeitete, und hatte dort die Blutabnahmen. Denn der Verdacht das es doch irgendetwas mit Rheuma zu tun hat, stand im Raum.

In der Zwischenzeit ist es mir eigentlich ganz egal was es ist, es muss aufhören. Das ist FAKT.

Sicher die Angst, das es Rheuma ist, ist da. Denn Rheuma hat viele Gesichter und die Therapie dazu wäre Cortison. Und was ich davon halte brauch ich euch nicht erklären.